Zeugenaufruf: beinahe RhB-Zugunglück in Domat/Ems

(Updated: 22.04.2018 – 18:18) In der Nacht auf gestern Samstag haben unbekannte Personen in Domat/Ems Metallträger auf den Geleisen der Rhätischen Bahn (RhB) deponiert. Ein RhB-Zug prallte auf die Metallträger, glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Die Kantonspolizei sucht Zeugen.

Gemäss dem Magazin 20min.ch befanden sich etwa ein Dutzend Fahrgäste in der RhB-Bahn, die auf die Metallträger auffuhr. Ob der Vorfall ein „Böse-Buben“-Streich oder ein Anschlag war, wie der BLICK titelte, ist Gegenstand von Ermittlungen. Sicher ist es „Gefährdung von Leib und Leben“ und kann gemäss Artikel 238 Strafgesetzbuch „Störung des Eisenbahnverkehrs“ mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden. Beamte sind vor Ort und nehmen Fingerabdrücke und DNA-Spuren auf. Kapo-Sprecherin Anita Senti meinte zu 20min.ch, in den letzten fünf bis sechs Jahren sei ihr kein ähnlicher Vorfall bekannt.

Laut Kantonspolizei Graubünden fuhr um 23:25 Uhr ein RhB-Zug in Richtung Thusis und kollidierte auf Höhe Werkhof Domat/Ems mit zwei Metallträgern, die zwei Meter Länge und 5 Zentimeter Durchmesser aufwiesen; die Träger wurden durch den Aufprall mit der Lokomotive weggeschleudert.

 


 
Ein zweiter nachfolgender RhB-Zug, der um 00:35 Uhr in Richtung Chur fuhr, wurde durch das Rail Control Center der RhB gestoppt. Der Lokomotivführer der gestoppten RhB-Komposition räumte die Metallprofile zusammen.

Gemäss Kantonspolizei war es ein grosses Glück, dass kein Zug entgleiste und keine Personen verletzt wurden. Sie bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Geschehnisses:

Zeugenaufruf:
Wer die Metallträger auf den Geleisen deponiert hat und Personen, die Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht haben, melden sich bitte beim Polizeiposten Domat/Ems (Telefon 081 257 65 00).

 
Foto: Kantonspolizei Graubünden

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