WEF Davos: Wie steht es um den Rückhalt durch die Davoser Bevölkerung?

Am 23. September werden die Davoser Stimmbürger an der Urne zeigen dürfen, wie sie zum Weltwirtschaftsforum WEF Davos stehen. Denn es wird über die Beteiligung der öffentlichen Hand an der Finanzierung des WEF abgestimmt.

 


 
Laut SRF beteiligt sich der Bund an den steigenden Sicherheitskosten des WEF mit gut 39 Millionen Franken pro Jahr. Neu müsste die Gemeinde Davos zusätzlich eine Million Franken beisteuern.

Stossend dürfte dies für einige Stimmbürger sein, da das WEF selbst innerhalb von vier Jahren seine Reserven von 51 auf 237 Millionen Franken angehäuft hat.

Das WEF – Segen oder Fluch?

„…Die Mission des Forums lautet, „den Zustand der Welt zu verbessern“…“ (Wikipedia)

Der „kapitalistischen Elite Grenzen setzen“ möchten die Bündner Jungsozialistinnen und Jungsozialisten. Für sie treffen sich in Davos Grosskapitalist_innen und Staatsoberhäupter, die „unsere“ Welt unter sich aufteilen. Die JUSO beklagt den Neoliberalismus und ärgert sich über jährlich steigende Sicherheitskosten. Sie ruft die Davoser Stimmbevölkerung auf, ein NEIN an der Urne einzulegen.

Schliesslich weist Daniel Meier aus Davos in einer Stellungnahme darauf hin, dass das Weltwirtschaftsforum von Jahr zu Jahr grösser wird und die örtliche Infrastruktur zunehmend belastet wird. Daniel Meier fühlt sich beeinträchtigt und beengt:

„…Die Folgen sind Grundrechtsverletzungen, die unserer direkten Demokratie unwürdig sind, so verwandelten die Behörden Davos in diesem Jahr zur demokratiefreien Zone, beispielsweise dadurch, dass Gegenveranstaltungen mit Repression begegnet oder gar nicht erst bewilligt wurden. Ein Tabubruch, der schockierend wenig Beachtung auf der politischen und juristischen Bühne hatte…“ (JUSO Graubünden)

So schreibt auch das SRF, dass das WEF nicht nur wegen schlechter „Luft, Verkehrskollaps, Demonstrationsverbot“ in die Kritik geraten sei. Landammann Tarzisius Caviezel versicherte gegenüber SRF, dass man Lehren daraus ziehe, dass am letzten WEF „Schneeberge, schwarze Limousinen und Lastwagen“ die Strassen verstopften. So habe man an einem runden Tisch 44 Problembereiche identifiziert.

Das bedeutendste Politik- und Wirtschaftstreffen auf privater Basis

Sicher ist das WEF ein Anlass, der (nicht nur) Davos Geld einbringt. Wie eine im Auftrag des WEF durchgeführte Studie der Uni St. Gallen zeige, löst das Davoser Jahrestreffen etwa 37’000 Logiernächte sowie einen Umsatz von ca. 60 Millionen Franken aus. Die Davoser SP-Präsidentin Mara Sprecher rechnet laut SRF mit einer Annahme der Initiative.

 
Foto: Symbolbild, Davos Mai 2016, Graubünden Online

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