#WahlenGR18 – News zur Schlussphase der Regierungsratswahlen 2018 in Graubünden

Eine ausserordentliche Staatsanwältin wird im Zusammenhang mit der Verhaftung des ehemaligen Kartell-Mitglieds Adam Quadroni eine Vielzahl an Vorwürfen auf strafrechtlich relevantes Vorgehen gegen die Kantonspolizei Graubünden untersuchen. Esther Omlin, Oberstaatsanwältin des Kantons Obwalden, wurde auf Antrag der Bündner Staatsanwaltschaft ernannt.

 


 
Die Bündner Staatsanwaltschaft beauftragt die Oberstaatsanwältin, die Anschuldigungen bezüglich der Geschehnisse rund um den 15. Juni 2017 zu klären. Unter anderem sollen auch die Vorwürfe gegen Unbekannt durchleuchtet werden, die Quadroni über eine Strafklage bei der Staatsanwaltschaft eingereicht hatte.

Bis heute ist bloss klar, dass Quadroni verhaftet wurde; die Aussagen zu der brutalen, unverhältnismässigen Verhaftung stammen einzig von Quadroni selber. Das ist auch nachvollziehbar. Ob dies den Tatsachen entspricht, hat die Oberstaatsanwältin abzuklären.

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Klärung der Frage, ob die Verhaftung wirklich nichts mit dem Baukartell-Skandal zu tun hat, gegen den Quadroni aussagt.

 

#WahlenGR18 – Regierungsrats- und Grossratswahlen 2018 in Graubünden
01.05.2017 – 15:59 – Am Sonntag, 10. Juni 2018, wird in Graubünden gewählt, es finden die Regierungsrats- und Grossratswahlen statt. Am Wahltag kommuniziert die Regierung auf Twitter mit dem Account des Mediendienstes (@MediendienstGR) die Ergebnisse mit dem Hashtag #WahlenGR18: zum Artikel

Unabhängig, da ausserkantonal

Wie verschiedene Medien berichten, und sich dabei auf die Nachrichtenagentur SDA beziehen, bestätigte der erste Staatsanwalt und Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Graubünden Claudio Riedi, dass zwei Strafanzeigen eingegangen sind, welche die Verhaftung Quadronis betreffen. Beide Anzeigen richten sich demnach gegen „Unbekannt“, die eine Strafanzeige hat Quadroni selbst, die andere der Bündner Justizdirektor Christian Rathgeb eingereicht.

Die 43-jährige Dr. iur. Esther Omlin muss sich nun mit beiden Anzeigen beschäftigen. Esther Omlin ist seit 2004 als Staatsanwältin tätig und ist seit 2011 Oberstaatsanwältin des Kantons Obwalden.

Die Bündner Regierung ist der Meinung, Omlin sei im Bereich der Strafuntersuchung eine erfahrene Fachperson und bereits routiniert im Umgang mit komplexen, ausserkantonalen Straffällen. Esther Omlin wird per sofort die Strafuntersuchung angehen und ihre Arbeit aufnehmen.

 


Wahlen in Graubünden – Schlammschlacht?

Während die Bündner Bevölkerung vor den kommenden Wahlen in zwei Wochen weiter mit Wahlwerbung konfrontiert ist, sind die Meldungen kaum mehr zu überblicken; scheinbare Skandalmeldungen, fürsprechende und kritische Leserbriefe, grossflächige digitale Werbebanner und Plakate an den Strassen, wohlwollende Huldigungen und Selbstbeweihräucherungen in den Partei-Medienmitteilungen.

Die Zuschauer könnte man in drei Gruppen aufteilen: die erste Gruppe dreht panisch am Rad und versucht parteiintern zu retten, was zu retten ist. Die zweite Gruppe ist aufgebracht und kritisiert zu Recht die Zustände. Die letzte Gruppe, vielleicht die schweigende Mehrheit, schüttelt einmal mehr konsterniert den Kopf und macht bei den Wahlen bewusst nicht mit.

Die SP Graubünden macht vorwärts, mit einem Positionspapier samt 10 Forderungen, die an einem kürzlich stattgefundenen ausserordentlichen Parteitag beschlossen wurden. Deren Kandidat Peter Peyer sei der „demokratisch bestlegitimierte Regierungsratskandidat der Schweiz“.

Bei der BDP Graubünden wird auch auf der eigenen Website für deren Kandidat Jon Domenic Parolini geleserbrieft, dass es nicht an Glaubwürdigkeit und auch nicht an persönlichem Engagement fehle. Parolini verdiene volles Vertrauen; es werde auf allen Kanälen einseitig berichtet, obwohl er ein gewissenhafter und integrer Politiker sei. Auch für die Bauern und die Landwirtschaft verbinde Parolini Tradition und Moderne zum Nutzen der Bauern und Touristiker.

Die CVP Graubünden wirbt in der Schlussphase der Wahlen ebenfalls nochmal kräftig für die eigenen Qualitäten und Kandidaten. Die CVP sieht sich klar bestätigt als Mittepartei, wie es Erhebungen vom Politologen Clau Dermont feststellten. Die Bündner CVP ist weiterhin von den beiden Kandidaten Mario Cavigelli und Marcus Caduff überzeugt, diese würden für eine bürgernahe, mit hoher Eigenverantwortung gepaarte Politik stehen. Einen Motivationsschub erfuhr die CVP bei Ergebnissen der Vorwahlbefragung zu den Regierungsratswahlen und nahm diese mit Freude zur Kenntnis.

Auch die SVP Graubünden gibt nochmal sein Bestes für Walter Schlegel, der als Einzelkandidat für die SVP in die Regierung möchte. In Leserbriefen stellen SVP-Politiker unter anderem fest, Schlegel sei ein sympathischer, bestens ausgebildeter Kandidat (Christoffel Brändli).

Ueli Günthard, Grossratskandidat SVP, betont wiederum, der SVP-Kandidat sei für die Bauern gut, denn die SVP sei bekannt dafür, dass sie sich in Bundesbern, hauptsächlich im Nationalrat, sehr stark für die Bauern einsetze. Auch die SVP Arosa/Schanfigg bestätigt Walter Schlegel, er sei lösungsorientiert, könne auf Fragen zu verschiedensten Themen kompetent antworten und habe viel Führungserfahrung. In Bezug auf einen allfälligen Zusammenhang zwischen der mutmasslich groben Verhaftung von Whistleblower Adam Quadroni unter der Verantwortung von Walter Schlegel und dem Kartellskandal, wird von „Hexenjagd“ gesprochen.

Linard Bardill (parteilos) ist unter anderem auf Social Media, hauptsächlich Facebook aktiv und erklärt, warum er der richtige Kandidat sei. Er vergleicht die Bündner Regierung mit einer Gruppe Murmeltiere: kommt der Adler, „Ein Pfiff und alle verschwinden in der Höhle.“. Linard beklagt Verschleppung und Vertröstung, Parolini und die BDP stehe am Abgrund. Zu FDP-Kandidat Rathgeb meint Bardill, wenn er schon seinen Polizei-Kommandanten als „Unbekannt“ anzeigen müsse, um die Wahlen zu retten, dann mangle es in dessen Department an Transparenz.

Linard Bardill kritisiert auch CVP-Kandidat Cavigelli, von dem die Zuschauer der Rundschau vom 9. Mai nun wohl meinen würden, nach der Reaktion Cavigellis auf die Frage nach einer Entschuldigung an Whistleblower Quadroni zu beurteilen, sei Cavigelli „ohne jedes Mitgefühl“. Er habe nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Apparat gewirkt und könne so die Herzen der Bürger nicht zurückerobern. Zu SP-Kandidat Peter Peyer meint Bardill, dieser sei nur ein Parteisoldat, der Teil eines Machtapparates sei. Der SP Graubünden unterstellt Bardill ebenso, schon lange von den kriminellen Machenschaften gewusst und nichts unternommen zu haben, ja die SP habe sogar mitgemacht, nennt dabei Andrea Hämmerle.

 


Foto in Header: Symbolbild, via Ramdlon @ pixabay

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Im Amtsblatt des Kanton Graubünden sind für 2018 bereits wieder 8 Anzeigen „Öffentliche Bekanntmachung – Zustellung Entscheid“ und „Öffentliche Bekanntmachung – Zustellung – Gesuch Frist zur Stellungnahme“ publiziert, da AQ jede Annahme verweigert.

Diese Forderungen im 6-stelligen Bereich betreffen den Privatmann Adam Quadroni.
In den letzten 12 Jahren haben sich Ausstände für Steuern und Sozialleistungen in Millionenhöhe angesammelt.
Weitere Schulden bei Banken, Partnern, Lieferanten, Kunden und Verwandten sind selbstredend.
Trotz goldiger Jahre (auch ohne Baumeisterverband) versumpfte er jedes Jahr mehr, bis er nicht mehr weiter wusste und sich an die Öffentlichkeit, resp. Herrn Durband von der Republik wandte. Diese Journalisten haben dann aus den Erzählungen von AQ einen Vierteiler konstruiert, der eher an Belletristik erinnert als an einen seriös recherchierten Artikel.
Die Konkurse Linard Quadroni SA und Quadroni + Partner GmbH wie auch der Privatkonkurs von Adam Quadroni wurden im Amtsblatt publiziert. Diese Information wurde den Lesern der Republik vorenthalten und mit der Info, dass Herr Quadroni nur noch Haus, Maiensäss, Ehre, Moral und Anstand besitze, eine sehr erfolgreiche Sammelaktion gestartet. (seit 2014 im Nachlass)
Hinweise auf Unregelmässigkeiten oder Anschuldigungen von Geschädigten werden von Altrichter Nay reflexartig bestritten.
Die Absprachen waren nicht richtig, das ist kein Thema – doch solange es AQ dienlich war, machte er mit.
Es ist wie mit dem Ei und dem Huhn. Was war zuerst, die persönlichen, finanziellen Probleme oder die Unstimmigkeit mit dem Kartell?

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