Tourismus: Schlittler und Fussgänger in Obersaxen Mundaun nicht erwünscht

Unglaubliches spielt sich derzeit bei den Bergbahnen Obersaxen Mundaun ab. Wie der BLICK berichtet, wurde für rund 5 Millionen Franken die 4er-Sesselbahn Misanenga – Untermatt realisiert; nun dürfen aber nur Skisportler/Snowboarder die Sesselbahn benutzen. Fussgängern und Wanderern ist es strengstens verboten, die Anlage zu nutzen. „Aus Kostengründen“ und es hätte sich nicht gelohnt, die Bergbahnen würden lieber in Beschneiungsanlagen investieren, meint Josef Brunner (Bergbahnen Obersaxen Mundaun) zu BLICK.

Leo Casanova (58), Wirt des Lokals „Leo’s Snack-Bar“ auf der Untermatt hatte sich gefreut, dass auch mehr ältere Leute und Fussgänger kommen würden, aber das sei nun nicht möglich, er findet das „sehr schlecht, jo voll Scheisse…“ da habe man doch nun Weltmeisterschaften für Menschen mit Behinderungen, Paralympische Europacup Finals 2018 (26. bis 29. März 2018) sowie Paralympische Ski Weltmeisterschaft 2019 (03. bis 16. März 2019), es nehme ihn Wunder, wie dann diese Personen hochtransportiert werden.

 

Neue 4er-Sesselbahn Misanenga - Untermatt (Screenshot Bergbahnen Obersaxen Mundaun)

Neue 4er-Sesselbahn Misanenga – Untermatt (Screenshot Bergbahnen Obersaxen Mundaun)

 
Die Stimmung bei den Gästen sei sehr schlecht, auch für die Schlittler sei die Sache nicht gut, sagt Leo Casanova. Eine 39-jährige Mutter aus Rapperswil erklärt in einem Video-Beitrag, sie hätten gar nicht gewusst, dass es ein Transportverbot für Fussgänger und Schlittler gebe. So hätten sie mit der Tochter, welcher es auf der Piste schlecht ging, die Piste zu Fuss herunterlaufen müssen.

 


Warum ein Verbot für Fussgänger?

Laut Josef Brunner, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Obersaxen Mundaun, sind es finanzielle Gründe. Es sei heute viel aufwendiger, eine entsprechende Betriebsbewilligung für Sesselbahnen zu erhalten, wenn sie auch für Fussgänger zugelassen werden soll. Es hätte rund eine halbe Million Franken zusätzlich investiert werden müssen. Das „hätte sich nicht gelohnt“. Dem widerspricht gemäss BLICK das Bundesamt für Verkehr: „Für das Projekt in Obersaxen wurde nie eine Bewilligung für Fussgänger beantragt.“.

„In der Gemeinde werden nun Unterschriften für eine Petition gegen das Verbot gesammelt. Brunner kann darüber nur lachen. «Die sollten lieber Geld sammeln. Wie gesagt, das Ganze ist eine Kostenfrage!»“ (BLICK)

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