Tourismus in Graubünden: Erholung mit Grenzen

Graubünden Ferien – Der Präsident von Graubünden Ferien, Marcel Friberg, tritt nach fünf Jahren zurück, wie bereits im Januar bekannt wurde. Er zieht Bilanz und meint, mit dem Tourismus in Graubünden gehe es zwar „aufwärts“, doch der Erholung seien auch Grenzen gesetzt.

SRF News weist den Tourismus-Präsident darauf hin, dass der Tourismus im Kanton Graubünden seit Jahren „darbe“, eben auch in jener Zeit, in der Marcel Friberg Präsident war (2012 – 2017), habe sich die Branche nicht erholt. Auf die Frage, wie sich die Zahlen weiterentwickeln würden, gesteht Marcel Friberg ein, dass man klar Logiernächte verloren habe, aber er könne sich gut vorstellen, dass „es jetzt wieder aufwärts geht.“. Im Januar/Februar dieser Wintersaison habe der Kanton Graubünden wieder etwas an Logiernächten gewonnen.

Auf die Frage, ob die Ski-WM in St. Moritz als „einmaliges Ereignis, das Übernachtungen gebracht“ habe, nicht die Statistik verfälsche, entgegnet Friberg, „doch, schon“, aber es hätten auch andere Regionen Graubündens zugelegt, so etwa die Surselva, die ein schönes „Plus“ verzeichnen konnte. Dies zeige, dass in den Regionen „heute professioneller gearbeitet wird als auch schon“.

Seit 2005 habe Graubünden rund eine Million Logiernächte eingebüsst, ob dies nun nicht „ein Tropfen auf einen heissen Stein“ sei?

… Man weiss es noch nicht so genau. Aber die Osterfeiertage waren wohl auch besser als im vergangenen Jahr. Nun ist die Frage, was die Zukunft bringt. Wenn es so weitergeht wie in den letzten Jahren, geht es ums Überleben. Für viele Dienstleister, vielleicht auch für die RhB. Aber ich denke schon, dass es aufwärts gehen wird. Die Zahlen von 2005 wird man aber kaum erreichen… (Marcel Friberg, Graubünden Ferien)

Im 2012 wurde zum Beispiel ein „Mountainbike“-Trail durch den ganzen Kanton angekündigt. Dies sei kein „Luftschloss“ gewesen, wie es SRF.ch fragt, sondern Marcel Friberg sei froh, dass „einiges gegangen“ sei in Sachen Mountainbiking. Er habe zu Beginn vielleicht ein wenig „Gas geben wollen“und sei heute froh, dass zumindest ein Teil realisiert worden sei. Er sei der Meinung, gerade heute, müsse der Kanton Graubünden „wirklich über die Bücher“ und sich überlegen, ob man nicht auch besser ein Teil der eingenommenen Strassensteuern in nachhaltige, sinnvolle Tourismus-Infrastrukturen investieren sollte.

Als Marcel Friberg anno 2012 sein Amt übernommen habe, sei man von „Krise zu Krise geschlittert“, zu einer Zeit in der es eine „Finanzkrise“ gab, die halt schon ihre Spuren hinterlassen habe. „Investitionsstau“, der „Euro-Schock im 2015“ und mehrere schlechte Winter seien natürlich schlechte Prämissen um Erfolg zu haben. Man habe dies aber „aufbrechen“ können. Es mache ihm Freude, wenn er sehe, dass nun die Arbeiten, Projekte und Investitionen zu wirken beginnen. Man arbeite in den Destinationen und Regionen viel professioneller als vorher.

Aber er habe bereits vor einem Jahr gesagt, dass wenn es so weitergehe, z.B. auch die RhB nicht mehr wissen würde, wen sie transportieren möchte. Die Einnahmen über die diesjährigen Osterfeiertage seien aber besser als in vorherigen Jahren. Es sei seiner Meinung nach jetzt ein Punkt erreicht, an dem man sich wieder nach oben bewegen könn(t)e, er sei überzeugt, dass Graubünden Ferien wieder bessere Zahlen erreichen werde. Es gäbe auch eine Strukturbereinigung; so würden nur diejenigen Anbieter überleben, die eine „gute“ Qualität aufweisen, die investieren würden und innovativ seien.

Am 02. Mai wird an der Delegiertenversammlung ein/e Nachfolger/in für Marcel Friberg gewählt.

Ariane Ehrat verlässt Anfang Mai die Destination Engadin St. Moritz. Neun Jahre lang war sie dort oberste Touristikerin. Nun könnte das Amt als Präsidentin bei «Graubünden Ferien» auf sie warten… (Quelle)

Quelle: SRF.ch

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Symbolbild, Waldhotel National, Arosa, Februar 2017

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Kategorie(n): News / Aktuell
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Publiziert am 26. April 2017



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