Symptomatisch? Kein Nachfolger für „Graubünden Ferien“-Präsident Marcel Friberg gewählt

Ariane Ehrat wird nun doch nicht Präsidentin von Graubünden Ferien. Oder doch? Heute haben die Leute einen neuen Namen erwartet: an der Delegiertenversammlung von Graubünden Ferien sollte ein/e Nachfolger/in für Marcel Friberg gewählt werden. Ergebnis: keine Wahl. Dies werde an einer ausserordentlichen Generalversammlung im Juni nachgeholt.

Graubünden Ferien (GRF) ist die touristische Marketing- und Dachorganisation im Kanton Graubünden. Marcel Friberg, der aktuelle Präsident seit 2012, hat kürzlich in einem Interview mit SRF.ch offen und verständlich erklärt, wie schwierig es ist, den Durchbruch zu steigenden Logiernächten im Bündner Tourismus zu erreichen.

Nun sollte heute an der GV von Graubünden Ferien den Medien ein/e neue/r Präsident/in präsentiert werden.

SRF.ch/sda schreibt dazu:

…Grund für die Verschiebung der Wahl auf den kommenden 14. Juni ist offenbar die spezielle berufliche Situation derjenigen Person, die vom GRF-Vorstand einstimmig vorgeschlagen werden soll. Der Name dieser Person könne aus «Rücksicht auf ihre aktuelle berufliche Situation noch nicht kommuniziert werden», teilte GRF mit

Im Vorfeld des Wahl-Geschäfts hatten sich die regionalen Medien vor allem mit einer Person als mögliche neue GRF-Präsidentin befasst: mit der ehemaligen Spitzen-Skirennfahrerin Ariane Ehrat. Die abtretende CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz machte ihr Interesse am wichtigen touristischen Amt öffentlich.

Die Verschiebung der Wahl bedeutet zudem, dass der aktuelle GRF-Präsident Marcel Friberg noch eine kurze Zeit an der Spitze der Tourismusorganisation ausharren muss… (Quelle)

Auf der offiziellen Seite von Graubünden Ferien (Medienmitteilungen) findet man aktuell immer noch keine offiziellen Informationen, auch nicht auf Twitter oder Facebook. Hier gibt es weitere offizielle Informationen.

Das Regionaljournal Graubünden berichtet im Beitrag „Der Name wurde nicht einmal erwähnt“ davon, wie die Öffentlichkeit „überrascht“ sei. Journalistin Stefanie Hablützel berichtet direkt von der GV aus Chur: es sei offenbar jemand bestimmt worden, aber diese/r sei noch in einem beruflichen Verhältnis. Marcel Friberg habe sich „einigermassen kryptisch“ dazu geäussert: man habe sich im Vorstand (von Graubünden Ferien) einstimmig für eine Person mit „sehr viel Erfahrung und Kompetenz“ ausgesprochen. Die Person befinde sich aber zur Zeit in einer, Zitat: „bedeutenden beruflichen Veränderung“, die auch wichtig für den neuen Job seien, deshalb müsse man noch ein wenig warten… es habe auch keine Diskussion gegeben, die Versammlung sei damit einverstanden gewesen.

Stefanie Hablützel berichtet, es seien auch keine Namen „am Rande“ herumgereicht worden, nicht mal RhB-Direktor Fasciati liess es sich entlocken, ob es sich überhaupt um eine Frau oder einen Mann handle. Schuld sei aber der Apero, Stefanie hätte noch keine Zeit gehabt, mit den Leuten zu reden…

Ariane Ehrat wäre „parat“ gewesen

Dies hat Ariane Ehrat selber im Regionaljournal Graubünden gesagt. Dies wiederum widerspricht eigentlich der Annahme, dass sie eventuell als erste Frau die Nachfolge von Marcel Friberg antritt. Dazu heisst es im Regionaljournal Graubünden, dass der Name nicht einmal gefallen sei und Frau Ehrat anscheinend an der GV auch nicht anwesend war, es habe dazu auch keine Auskunft gegeben, man wisse schlicht und einfach nicht, was in den letzten Tagen passiert sei. Oder eben nicht.

Es gäbe sonst auch nichts oder nicht viel zu berichten, von der Generalversammlung, die Organisation habe sich präsentiert, es scheine, Graubünden Ferien werde zu einem „Think-Tank“ (Denkfabrik) mit einem Bereich der „Innovation and Research“ heisse, in dem man Trends beobachten wolle, wie der Bündner Tourismus profitieren könne und das Ziel seien auf jeden Fall neue Gäste.

Positiv oder negativ

Auf die Frage des Regionaljournal Graubünden, ob es kein Problem für Graubünden Ferien sei, meint die Journalistin, „nein“, es seien ja bloss kurze 6 Wochen, dann werde es für Marcel Friberg einen Nachfolger geben. Grob betrachtet mag dies stimmen. Ebenso lässt es aber auch die Menschen, im Kanton und ausserhalb des Kantons, „verduzt aus der Wäsche gucken“ (mir kommt keine bessere Beschreibung in den Sinn ;o) ich sag mal, die „touristische Schwingung“ sollte dringend in Schwung gebracht werden. Auch glaube ich nicht, dass dies ein Marketing-Gag a la Guerilla-SEO und auch kein Linkbait ist. So etwas kann ja nicht „geplant“ oder sogar „gewünscht“ sein; irgendetwas „stimmt da nicht“…

… und diese „Schwingung“ bringt nicht neuen Schwung, sondern empfinde ich als ein unrhytmisches Zucken. Anders gesagt: ich kann da nichts Positives sehen, weder marketingtechnisch, noch unternehmerisch. Gegen aussen, in der Kommunikation mit (neuen) Kunden, sprich Menschen, Unternehmen und Organisationen, kann das schlecht positiv wirken. Aber zuletzt geht es ja „einzig“ um Zahlen. Wenn jetzt noch so ein Geheimnis um diese ominöse Person gemacht wird, steht doch diese danach ziiemlich unter (Leistungs-)Druck, hat doch bereits deren Vorgänger, Marcel Friberg, Graubünden Ferien bereits im 2012 in einem „schlechten Zustand“ übernommen, und bis heute keinen wirklichen Weg aus der hmmm Misere gefunden.

Was schreiben die anderen?

  1. www.srf.ch
    Ariane Ehrat wird nicht Präsidentin von Graubünden Ferien
  2. www.htr.ch
    Graubünden Ferien sieht sich auf Kurs
  3. www.suedostschweiz.ch
    Doch noch kein Präsident für Graubünden Ferien
  4. www.grheute.ch
    Friberg bleibt Präsident von Graubünden Ferien – vorerst

Foto in Header:
Symbolbild, Postauto-Deck Bahnhof Chur, 01. April 2017, graubuendner.ch

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Kategorie(n): News / Aktuell
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Publiziert am 2. Mai 2017



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