Schweizerischer Nationalpark erhöht die Sicherheit am Ofenpass

Am Ofenpass wird zuviel gerast: das zeigen Geschwindigkeitsmessungen der Kantonspolizei Graubünden. Im Bereich der Parkplätze an der Ofenpassstrasse im Schweizerischen Nationalpark ist die Verkehrssicherheit ungenügend. Nun kann der Nationalpark in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Zernez verschiedene Verbesserungsmassnahmen auf den 1. Juni umsetzen, nachdem nun nach längerer Planung nun die notwendigen Bewilligungen vorliegen.

Gemäss einem Gutachten ist die Sicherheitssituation teilweise ungenügend. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit wird an der Ofenpassstrasse zum Teil massiv überschritten, dies gefährdet zahlreiche Nationalparkgäste sowie natürlich auch andere Verkehrsteilnehmer.

…Deshalb hat der SNP in Zusammenarbeit mit Kantonspolizei, Tiefbauamt und Gemeinde Zernez im vergangenen Sommer im Bereich der Parkplätze P7, P8 und P9 versuchsweise eine Geschwindigkeitsreduktion auf 60 km/h und ein Überholverbot eingeführt. Die Resultate haben gezeigt, dass mit diesen Massnahmen eine deutliche Verkehrsberuhigung erzielt wird.

Das zuständige Kantonale Amt für Justiz, Sicherheit und Gesundheit hat einer definitiven Signalisation zugestimmt. Diese wird neu jeweils vom 1. Juni bis 31. Oktober im Bereich der Parkplätze P3 (Vallun Chafuol), P4 (La Drossa), P6 (Hotel Il Fuorn) und P8 (Stabelchod) in Kraft gesetzt… (Quelle)

Im selben Zusammenhang werden gleichzeitig verschiedene Verbesserungen vorgenommen:

  • Die Parkplätze P7/P9 werden geschlossen. P7 liegt in einer Kurve und P9 hinter einer unübersichtlichen Kuppe.
  • Der Parkplatz P8 auf der Strecke der Lingia Lungia wird vergrössert: zukünftig bietet er auf beiden Strassenseiten Parkmöglichkeiten, wodurch die Zahl von fahrbahnquerenden Fahrzeugen reduziert werde.
  • Alle Parkplätze: die Ein- und Ausgänge werden kanalisiert und die Parkplätze von der Fahrbahn abgetrennt.
  • Die Postautohaltestellen werden besser von den Parkplätzen separiert.
  • Gäste dürfen in Zukunft nur noch in den definierten Bereichen die Strasse überqueren.
  • Übergänge werden mit einer Gefahrensignalisation gekennzeichnet.

Bis zum Abschluss der Arbeiten Ende Mai wird empfohlen, für Wanderungen im Bereich Stabelchod mit dem Postauto anzureisen.

Quelle: www.nationalpark.ch

Foto in Header: „Buffalora, Ofenpass, Piz Daint“
ein #GRischashot via @DBelart auf Twitter

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