Naturköderverbot an Baggersee Oldis, Caluoriweiher, Lai da Curnera und Doggilochsee

Die Kantonsregierung erlässt für 4 Gewässer im Kanton Graubünden versuchsweise ein Verbot von Naturködern beim Fischen. Für folgende stehende Gewässer werden versuchsweise Einschränkungen bei der Fangmethode erlassen. In der Region Trimmis/Haldenstein betrifft dies die beiden Gewässer Baggersee Oldis und Caluoriweiher. Ganz im Westen von Graubünden wird auch das Fischen im Lai da Curnera im Val Curnera in der Gemeinde Tujetsch und im Prättigau im Doggilochsee bei Klosters eingeschränkt.

Das Amt für Jagd und Fischerei tätigt seit dem Jahr 2006 in diesen „Seen“ Fischbesatz mit Regenbogenforellen. Bis anhin war aber in den erwähnten Gewässern kein befriedigender Fangerfolg dieser Fischart zu verzeichnen, wie es bei anderen Gewässern der Fall war. Es wird vermutet, dass zu viele untermassige Regenbogenforellen wegen der Verwendung von Naturködern und starkem Befischungsdruck eingehen.

Weshalb das Fangmass von 24 cm nicht erreicht wird, will das Amt für Jagd und Fischerei jetzt erforschen und erlässt für die vier erwähnten, stehenden Gewässer versuchsweise Einschränkungen bei der Fangmethode beim Fischen.

Gemäss den geltenden Fischereibetriebsvorschriften (FBV 2017, Ziffer A III) kann das Bau-, Ver­kehrs- und Forstdepartement für gezielte Bestandesregulierungen in den betroffenen Gewässern Ausnahmen bezüglich Fangmethoden beschliessen. Um die untermassigen Fische, insbesondere die Regenbogenforelle, ausreichend zu schützen, gelten daher ab dem 1. Mai 2017 bis 15. Oktober 2018 die folgenden angepassten Bestimmungen für die Ausübung der Fischerei:

Lai da Curnera (Nr. 1005) und Doggilochsee (Nr. 3019):
Die Verwendung von Naturködern ist generell verboten.

Baggersee Oldis (Nr. 3008) und Caluoriweiher (Nr. 3010):
Die Verwendung von Naturködern mit Schwimmhilfe (Zapfen, Spirolino, usw.) ist verboten.

Alle übrigen Bestimmungen der geltenden Fischereibetriebsvorschriften bleiben bestehen. (Quelle, PDF)

Auf Anfrage hin erklärt mir ein Freund, seinerseits Fischereiaufseher im Kanton, dass bei Zuwiderhandlungen eine Busse erhoben, oder auch an Ort und Stelle die Anglerausrüstung eingezogen werden kann.

 
Links zum Beitrag:

  1. Amtliche Publikation:
    kantonsamtsblatt.gr.ch
  2. Fischerverein Chur:
    Die Regenbogenforelle
  3. Fischfangkarten (Amt für Jagd und Fischerei Graubünden):
    Gewässerkarte für die Fischfangstatistik (West) (PDF)
    Gewässerkarte für die Fischfangstatistik (Ost) (PDF)
  4. Zuständige Behörde:
    Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, 7000 Chur

Foto in Header: Regenbogenforelle
Von Engbretson, Eric / U.S. Fish and Wildlife Service, Gemeinfrei

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