Mit groben und ungewöhnlichen Fahrfehlern muss gerechnet werden

Bundesgericht beschäftigt sich zum dritten Mal mit Unfall in „Cresta Run“:
(18.04.2018) Im Jahr 2008 machte ein Sportunfall im Engadiner Eiskanal „Cresta Run“ international Schlagzeilen. Ein britischer Mann kollidierte damals auf der „Cresta Run“-Skeletonbahn im Engadin mit dem rechten Bein mit einem Vierkantholz, das ihm seinen Fuss abriss.

 


 
Der ehemalige «Cresta Club»-Geschäftsführer und Clubsekretär sei in der Verantwortung gestanden, denn der Anlagenbetreiber müsse diese sichern, sodass selbst bei groben Fahrfehlern das Risiko minimiert wird. Laut SRF schreibt das Gericht:

„…«Unabhängig von solchen Überlegungen scheint es unverständlich, dass am Rande einer solchen Eisbahn scharfkantige Vierkanthölzer ungeschützt platziert werden.»…“ (Bundesgerichtsurteil, SRF)

Das Kantonsgericht Graubünden hatte im Juni 2017 den Sicherheitsverantwortlichen der fahrlässigen schweren Körperverletzung für schuldig befunden und zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu 100 Franken verurteilt.

Das Bundesgericht hat nun nach 10 Jahren der Gerichtsverhandlungen die Beschwerde des Sekretärs endgültig abgewiesen und die Verurteilung wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung bestätigt. Wie das Bündner Kantonsgericht kommen somit auch die Richter aus Lausanne zum Schluss, dass die vom scharfen und ungepolsterten Pfosten ausgehende Gefahr erkennbar war, aber vorkehrende Massnahmen unterlassen wurden.

 


 
Foto: Symbolbild, Bundesgericht Lausanne

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Kategorie(n): News / Aktuell
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Publiziert am 19. April 2018



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