Coronavirus: In Graubünden mittlerweile 18 Personen positiv bestätigt

Der Kanton Graubünden hat diesbezüglich noch gar nicht informiert: das Bundesamt für Gesundheit (BAG) teilte heute die aktuellen Zahlen und Informationen zur Lage in der Schweiz betreffend Coronavirus mit. Demnach sind in Graubünden mittlerweile 18 Personen positiv bestätigt.

 

 
Dafür hat der Kanton Graubünden seine neue, speziell wegen dem Corona-Virus eingerichtete Informationsseite umstrukturiert und entschlankt. Die letzte Meldung über positiv getestete Fälle in Graubünden stammt vom 05.03.2020, als 11 erkrankte Personen im Oberengadin bestätigt waren.

Laut Medienmitteilung des BAG von heute Vormittag betreffend der aktuellen Lage in der gesamten Schweiz sind bereits 18 bestätigte Virus-Infektionen in Graubünden aufgeführt.


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Corona-Virus (COVID-19) in Graubünden

 

Landesweit sind 476 Erkrankte in den Kantonen Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Baselland, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Thurgau, Waadt, Wallis, Zug, Zürich sowie im benachbarten Fürstentum Liechtenstein bestätigt.

Die Kantone Waadt, Tessin, Basel-Landschaft haben je ein Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus zu verzeichnen.

Die am stärksten betroffene Gruppe von Erkrankten in der Schweiz ist laut BAG im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Anscheinend ist in der Schweiz die Verbreitung nicht wirklich vom Süden, aus Italien her kommend. Denn in Nordschweizerischen Städten verzeichnet man bereits mehr Fälle von Infektionen als z.B. in Graubünden (18 Infektionen). Der Kanton Tessin verzeichnet 91 Fälle, Waadt 77, Genf 53 und Zürich 45 Erkrankte.

Lage bei den südlichen Nachbarn dramatisch

Insbesondere in Norditalien ist die Lage innerhalb Europas am meisten fortgeschritten, wo bereits landesweit über 630 Menschen an der Krankheit verstorben sind. Das gesamte Italien steht quasi unter Quarantäne, wenn auch unter löcheriger. So werden beispielsweise noch Grenzgänger aus Italien ins Tessin gelassen, wenn diese Arbeitsbewilligungen haben. In Italien gelten aber auch mehr als 1’000 Menschen inzwischen wieder als genesen, während insgesamt über 10’000 Infektionen bestätigt sind.

Laut TAZ ist die österreichische „Grenze zu Italien dicht“. Die Grenze ist aktuell für alle, die aus Italien einreisen wollen, geschlossen. Die Schengen-Regelung ist praktisch ausser Kraft gesetzt, in Österreich als erstem EU-Staat.

Das Land Südtirol teilt unter dem Hashtag #bleibzuhause mit, dass sich laut dem Dekret des Ministerpräsidenten niemand aus seinem Zuhause entfernen darf. Ausnahmen: Arbeitserfordernisse, bei dringlicher Notwendigkeit, aus Gesundheitsgründen oder um ins eigene Domizil, wie z.B. Süditalien zurückzukehren:

 

 
Nur noch berufliche, medizinische oder durch einen Notfall begründete Reisen sind in Italien erlaubt. Auch der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist gemäss TAZ der Meinung, „die EU-Mitgliedstaaten können in Notsituationen für einen bestimmten Zeitraum das Schengen-Abkommen zur Abschaffung der Grenzkontrollen aussetzen“.

Insgesamt wurden in Italien 60 Millionen Menschen aufgerufen, zuhause zu bleiben, alle öffentlichen Versammlungen oder Sportveranstaltungen sind verboten. Gaststätten müssen bis zum 03. April 2020 um 18:00 Uhr schliessen. Auch die landesweite Schliessung von Schulen und Universitäten wurde bis dahin verlängert.

 
Foto via geralt auf pixabay

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