Bündner Waldeigentümer fordern striktes Wildfütterungsverbot

Der Frühlingsbestand beim Hirsch belief sich dieses Jahr auf rund 16’500 Tiere (Im Jahr 2010 betrug der Bestand 13’500 und im Jahr 2000 12’600 Hirsche). Dieser Bestand müsse nachhaltig reduziert werden, um in Zukunft übermässige Wildschäden am Wald zu verhindern. Zudem fordern SELVA, der Verband der Waldeigentümer Graubünden und Forstfachleute ein striktes Wildfütterungsverbot und dessen Aufnahme in die Gesetzgebung des Kantons Graubünden auf.

Die Jagd ist eine entscheidende Massnahme zur Reduktion und Regulation der Wildbestände, deshalb ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Jagd und Wald sehr wichtig. Gemäss „GR Wald“ konnte eine Zunahme des Wilddruckes auf die bisher als unproblematisch geltenden Baumarten Fichte und Buche dokumentiert werden, was aus forstlicher Sicht äussert problematisch ist.

„…Die Waldseite versteht, dass der Bejagungsauftrag komplex und die Umsetzung nicht einfach ist, insbesondere vor dem Hintergrund der laufenden Grundsatzdiskussionen rund um die Jagd…“ (Quelle)

So fordert der Verband der Waldeigentümer Graubünden eine „Optimierung der Jagdplanung, eine klare Erhöhung der Abschusszahlen, eine konsequente Erfüllung der Abschusspläne und eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wald und Wild“.

Bündner Wald: der Verband der Waldeigentümer Graubünden fordert eine Reduktion der Wildbestände und ein striktes Wildfütterungsverbot

Bündner Wald: der Verband der Waldeigentümer Graubünden fordert eine Reduktion der Wildbestände und ein striktes Wildfütterungsverbot

Striktes Wildfütterungsverbot gefordert.

Die Bündner Waldeigentümer und Forstfachleute fordern zudem, dass ein striktes Wildfütterungsverbot in die Kantonale Gesetzgebung aufgenommen wird; gemäss SELVA ist überhaupt keine Wildfütterung nötig. Auch das Positionspapier von GR Wald behandle diese Thematik eingehend, demnach in den letzten 10 Jahren in den verschiedenen Regionen Graubündens wieder eine vermehrte Zunahme von Schälschäden festgestellt werden. Diese Waldschäden können in direkte Verbindung mit Wildfütterungen gebracht werden und korrelieren mit den steigenden Wildbeständen. Die Notfütterungskonzepte seien das beste Beispiel dafür, da sogar diese erfahrungsgemäss aus rein gesellschaftlichen Gründen eingesetzt würden, teilt SELVA in der Publikation mit. Ausserdem sei aus forstlicher Sicht der Vorschlag der Bündner Regierung absolut ungenügend, diese Problematik nur über verstärkte Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer Appellstrategie anzugehen.

Links zum Beitrag:
SELVA – Medienmitteilung
GR Wald – Medienmitteilung (PDF)

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Kategorie(n): News / Aktuell
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Publiziert am 23. August 2016



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