Baukartell in Graubünden: Quadroni und Republik.ch weiter das Hauptthema

Noch eine Woche dauert es bis zu den Bündner Regierungsrats- und Grossratswahlen. Alle Beteiligten geben nochmal Alles; in Leserbriefen, auf Social Media. Auch im Zusammenhang mit der „Baukartell“-Geschichte wagen sich gewisse Exponenten nochmals weit zum Fenster herauszulehnen. Flaut das Thema „Baukartell“ nach den Bündner Wahlen ab?

 


 
Am 24. Mai titelte der BLICK: „Giusep Nay (75) verteidigt Kartell-Schreck Adam Quadroni durch alle Böden – Alt Bundesrichter im Unruhestand“. Auf Facebook meldete sich der ehemalige Bundesrichter Giusep Nay, von 2005 bis 2006 der erste Bundesgerichtspräsident romanischer Sprache, und stellte öffentlich klar, wie er zu Adam Quadroni steht. Giusep Nay sei erstaunt, dass die Südostschweiz/Bündner Zeitung einen „unfassbar verfälschenden Bericht“ des Magazins Weltwoche wiedergegeben habe, den alle anderen Medien konsequent verweigert hätten. Weiter kritisiert Nay, dass auch sein Leserbrief nicht veröffentlicht wurde, was er deshalb auf Facebook tat:

Weiter wird im Internet in den Sozialen Medien und den Kommentarspalten Adam Quadronis Berufs- und Privatleben öffentlich ausgebreitet. Der eigentliche Kern des „Skandals“, die illegalen Absprachen samt Verstrickungen in Staat und Politik, geraten in den Hintergrund.

 


 
Man muss in Politik nicht besonders bewandert sein, um zu merken, dass diese Wahlen 2018 für Graubünden ein besonderes Ereignis sind und auch bestimmt entsprechend in den Chroniken der Zukunft ihren Platz finden werden. Man bekommt den Eindruck, die Person Adam Quadroni ist wichtiger als „die Wahlen“, und es wird mit Engagement versucht, ihn möglichst unglaubhaft darzustellen. Auch Infosperber konstatiert, die «Weltwoche» konstruiere Zusammenhänge und unterstelle diese dem Magazin «Republik», welches Adam Quadronis Geschichte massgebend initiierte. Infosperber zeigt auf, wie eben der „Weltwoche“-Artikel konstruiert sei, und zerlegt diesen.

„Doch damit nicht genug. Die «Weltwoche» erweist sich nicht nur als Meisterin der jounalistischen Konstruktion, sondern beherrscht auch die hohe Schule des Relativismus. Ausgerechnet das Blatt, das gegen «Scheininvalide» Stimmung macht, spricht im Fall der Kartelle von «einer besonderen Form von Selbsthilfe in der sozialen Marktwirtschaft».“ (Infosperber)

Lesenswerte Beiträge zum Thema:

Luzerner Zeitung:
Obwaldner Staatsanwältin hat keine Angst vor heissen Eisen

NZZ am Sonntag:
Bündner Baukartell: Böse Überraschung für Parolini

 
Foto in Header: Symbolbild,
Collage aus Bild Flüelapass (Graubünden Online) und Foto von AJEL via pixabay

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