Arbeitsplätze für die Regionen Graubündens – Das Potenzial liegt im Bestand

Heute wurde auf der Website der Standeskanzlei Kanton Graubünden die „Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung energetischer Gebäudesanierungen im Kanton Graubünden“ veröffentlicht…

Als Auftraggeber für die Studie verantwortlich sind das Amt für Energie und Verkehr, das Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden sowie die Josias Gasser Baumaterialien AG.

Laut Mitteilung der Standeskanzlei sind in Graubünden 650 Vollzeitstellen mit energetischen Gebäudesanierungen verbunden; Beschäftigung, von der alle Bündner Regionen profitieren.

„50‘000 Gebäude sind in Graubünden (zum Teil weit) über 25‐jährig, in fast zwei Dritteln davon steht eine Öl‐ oder Elektroheizung. … Welche Wertschöpfung und Beschäftigung in den nächsten Jahren mit ihrer energetischen Sanierung verbunden ist und wieviel Energie dadurch eingespart wird, schätzt diese Studie. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie hoch die Potenziale liegen, wenn die Sanierungstätigkeiten in Graubünden stark zunähmen…“

Die Standeskanzlei Kanton Graubünden teilt dazu mit: „In den kommenden Jahren werden voraussichtlich jährlich mehr als 400 000 Quadratmeter thermisch relevante Bauteile energetisch saniert (Dächer, Fassaden, Fenster sowie Bauteile in Keller und Estrich). Gleichzeitig wird pro Jahr bei einer Gebäudenutzfläche von 130 000 Quadratmeter die Öl‐ oder Elektroheizung durch eine Wärmepumpe, eine Holzfeuerung oder einen Wärmenetzanschluss ausgetauscht. Hinzu kommen 60 000 Quadratmeter Photovoltaikmodule und 2500 Quadratmeter thermische Solarkollektoren, die pro Jahr auf Bestandsbauten installiert werden.“.

Würde dieses Potenzial auch nur teilweise ausgeschöpft werden, so profitiere die Bündner Volkswirtschaft auch noch in anderer Hinsicht: selbst bei tiefen Energiepreisen wie z.B. bei 60 Rappen pro Liter Heizöl (Niveau zu Jahresbeginn 2016), würden heute jährlich Heizöl und Erdgas im Wert von 130 Millionen Franken in den Kanton Graubünden importiert.

Aufgrund der erwarteten Sanierungstätigkeiten werde man im Kanton Graubünden davon jedes Jahr zusätzlich rund 2 Prozent einsparen können; bei konsequenter energetischer Sanierung könnten jährlich sogar rund 6 Prozent eingespart werden. Das bedeutete anhaltende finanzielle Einsparungen über Jahrzehnte. Zudem könnte Graubünden die Energieabhängigkeit verringern und gleichzeitig einen Beitrag an den Klimaschutz leisten.

Links zum Beitrag:
Studie INFRAS, Schlussbericht: Direktlink (PDF)
Standeskanzlei Kanton Graubünden: Medienmitteilung

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Kategorie(n): News / Aktuell
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Publiziert am 12. August 2016



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