Aktuelle Lage in Graubünden: BAG bestätigt weitere Corona-Infektionen

In Graubünden sind seit gestern 4 weitere Fälle von Erkrankungen bestätigt, bei einem Verdachtsfall steht noch das Ergebnis des zweiten Tests aus Genf aus. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch in einer Mitteilung über die aktuelle Lage in der Schweiz mit.

 

 
Somit gibt es in Graubünden aktuell 22 (doppelt) bestätigte Fälle.

Ein weiterer Todesfall im Kanton Basel-Landschaft wurde heute bekanntgegeben. Schweizweit sind bis heute von 617 Erkrankten vier Personen im Alter zwischen 54 und über 80 Jahren in der Schweiz verstorben.

Keine Schliessung der Bündner Grenzen zu Italien

Das Nachbarland Österreich hat bereits die Grenze zu Italien weitgehend geschlossen. Die Schweiz hat diesbezüglich noch keine Schliessung der südlichen Landesgrenze beschlossen. Auch Geschäfte, Schulen bleiben offen, und individuelle, kleine Veranstaltungen sind weiterhin erlaubt.

Die Regierung lässt die Schweizer Bevölkerung sowie auch die Wirtschaft weitgehend ihrer Selbstverantwortung überlassen.

Sogar in Graubünden werden nur noch vereinzelt Corona-Tests durchgeführt, insbesondere bei Risikogruppen. Deshalb entsprechen die Fallzahlen in den Statistiken nicht mehr der Realität.

Graubünden: Aussicht auf die nächsten Tage

(Meinung) – Mögliche Szenarien für die Weiterentwicklung der Ausbreitung der Pandemie in Graubünden gibt es vielfältige. Von Worst-Case-Szenarien bis zu optimistischen Prognosen, gesichert ist Nichts. In Anbetracht der Tatsache, dass Graubünden direkter Nachbar von Norditalien sowie dem Tessin ist, sind die Bündner Fallzahlen bis heute relativ gering. Denn die neun Schweizer Grenzübergänge auf Bündner Boden sind nicht die „grossen“, wo ein Grossteil der Pendler aus Italien und dem Ausland ein- und ausreist. Diese sind eher jene im Tessin oder der französischen Schweiz wie dem Kanton Genf oder Waadt sowie in grenznahen Ballungszentren wie Basel.

Die letzten offiziellen Informationen des Kantons Graubünden wurden im Internet am 08.03.2020 publiziert. Bund und Kantone lassen sich Zeit mit einschneidenden Massnahmen wie Grenzschliessung oder Schliessung von Unternehmen und Geschäften, Schulen und Kindergärten.

Schweizer Grenzübergänge auf Bündner Boden
In Bezug auf Graubünden sind für die nächsten Tage folgende Grenzübergänge nach Italien oder Österreich im Fokus:

  • Grenzübergang Splügenberg – Italien
  • Grenzübergang Castasegna Bergell – Italien
  • Grenzübergang Campocologno Val Poschiavo – Italien
  • Grenzübergang La Motta Bernina – Italien
  • Grenzübergang La Drossa Zernez – Italien
  • Grenzübergang Umbrail Val Müstair – Italien
  • Grenzübergang Müstair – Italien
  • Grenzübergang Martina – Österreich

Eine offizeielle Übersicht mit aktuellen Informationen bietet die Website der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV:
Dienststellenverzeichnis der Schweizerischen Grenzwachtposten

Dr Bus vu Chur startet Massnahmen

Der Stadtbus von Chur ergreift seinerseits Massnahmen um Fahrgäste sowie die Buschauffeure vor einer Ansteckung zu schützen. Ab heute Mittwoch ist die vorderste Türe der Churer Stadtbusse geschlossen.

Der Billetbezug beim Chauffeur ist zur Zeit nicht mehr möglich. Ein gültiges Fahrbillett kann aber im Webshop (shop.churbus.ch), mit SBB Mobile, mit FAIRTIQ oder am Billettautomat in Chur gelöst werden. Die praktischen ChipCards können nur noch im Chur Bus Kundendienst aufgeladen werden:

 
Foto via geralt auf pixabay

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