Die RhB in der Nähe von Bergün, Albulatal (Juli 2015)

Parc Ela – der grösste regionale Naturpark der Schweiz

Im Herzen Graubündens, in Mittelbünden, liegt der grösste regionale Naturpark der Schweiz: Parc Ela. Der Park umfasst sieben Gemeinden in den Talschaften Albula (Bezirk Albula) und Oberhalbstein: Albula/Alvra, Bergün/Bravuogn, Filisur, Lantsch/Lenz, Schmitten, Surses sowie die Fraktion Wiesen der Gemeinde Davos. Bis Ende 2010 waren auch die Gemeinden Riom-Parsonz und Tinizong-Rona Teil des Parks, dessen Namensgeber der Piz Ela zwischen dem Albulatal und dem Oberhalbstein ist.


Allgemeine Information

In der Passlandschaft von Albulapass, Julier und Septimer bietet der Park einzigartige Sehenswürdigkeiten in Natur, Kultur und Geschichte: mittelalterliche Burgen, romanische und barocke Kirchen und eine wundervolle Natur. Einer der bekanntesten Orte ist das Landwasserviadukt:

Regionale Naturpärke sind teilweise besiedelte, ländliche Gebiete, die sich durch hohe Natur- und Landschaftswerte auszeichnet und deren Bauten und Anlagen sich in das Landschafts- und Ortsbild einfügen. In den regionalen Naturpärken wird die Qualität von Natur und Landschaft erhalten und die nachhaltig betriebene Wirtschaft gestärkt. Das Gebiet des Parc Ela umfasst rund 550 Quadratkilometer, 200 davon sind unberührte Natur. (Quelle)

Von Norden herkommend, gelangt man zum Parc Ela am einfachsten über das Prättigau/Davos, die Lenzerheide oder von Thusis her; von der südlichen Seite her erreicht man den Naturpark via La Punt über den Albula– oder via Silvaplana über den Julierpass nach Bivio und das Surses (Oberhalbstein).

Der Septimerpass verbindet Oberhalbstein mit dem südlichen Bergell:

Vom Septimerpass aus lassen sich zwei weitere Pässe überschreiten: nach Westen die Forcellina (2’672 m) ins Avers, nach Osten der Lunghinpass (2’645 m) ins Oberengadin… (Quelle)

Der Lunghinpass ist wegen seiner geographischen Bedeutung als Schnittpunkt von drei kontinentalen Wasserscheiden bekannt: ein Regentropfen, der am Lunghin-Pass fällt, hat die Wahl zwischen drei Meeren.

Auf der Website des Naturparks findet man eine interaktive Karte, mit der man mehr Informationen zur Lage und zum touristischen Angebot erhält (siehe Screenshot)

Interaktive Karte der Website www.parc-ela.ch (Screenshot)

Interaktive Karte der Website www.parc-ela.ch (Screenshot)

Links zum Parc Ela


Video: „Parc Ela: Naturpark im Herzen von Graubünden“

Im Rahmen der Fernsehsendereihe „SRF bi de Lüt“ veröffentlichte das Schweizer Radio und Fernsehen auf Youtube den Videobeitrag „Parc Ela: Naturpark im Herzen von Graubünden“. Nik Hartmann, der Moderator, beginnt bei Tinizong eine Reise durch das Herzen des Kantons. Sein Ziel ist die geografische Mitte Graubündens, wo der ca. 60 Meter hohe Crap Furo steht; ein „Kletterfelsen“, der schon 1930 bestiegen wurde.

…Der Crap Furo ist nur eine von vielen Sehenswürdigkeit des „Pfad der Pioniere“ im Parc Ela. Der Wanderweg führt durch märchenhaften Wald, entlang der Albula und vorbei an Schwefel- und Eisenquellen… (Quelle)

In Bivio trifft Nik Hartmann den Hotelier Gian-Carlo Torriani aus Bivio und erfährt aus erster Hand, wie vielfältig es bereits beim Thema „Sprache“ ist. Gian-Carlo Torriani kennt sich gut mit der lokalen Sprache aus, er berichtet von „7 verschiedenen Idiomen“ und dass die Hauptsprache von Bivio italienisch ist. Dies stamme von früher im 16. Jahrhundert, als italienischsprachige Bergeller an den Septimer zur Alp kamen, später Land erwerben konnten und langsam ansässig wurden. Zudem gebe es noch das „Bivianer Romanisch„, das in seiner Kindheit zwar schon auf dem Pausenplatz gesprochen wurde, aber in der Schule wurde italienisch unterrichtet.

Die Reise von Nik Hartmann geht nach Bivio weiter und führt ihn entlang dem Marmorerasee und auf 2000 M.ü.M. zur Alp Flix hinauf, um dort den „Fischbestand ein wenig aufzufrischen“. Danach wandert Nik Hartmann weiter über Sur nach Mulegns mit dem „legendären Hotel Löwen“, wo bereits im 19. Jahrhundert schon Blaublütige oder auch ein Papst abgestiegen seien. Im Hotel Löwen, Baujahr 1825, wurden im Jugendstilsaal rauschende Ballnächte durchgeführt. Dort will Nik Hartmann übernachten und trifft Donata Willi, die schon seit vielen Jahren mit ihrer Familie zusammen dieses Hotel führt; heute ein Garni-Hotel, das Schlafplatz und Morgenessen anbietet.

Hotel Löwen, 7455 Mulegns (Foto: ein #GRischashot von @ceci_dvh)

Hotel Löwen, 7455 Mulegns (Foto: ein #GRischashot von @ceci_dvh)

Am nächsten Tag geht es weiter über Tinizong, wo der Wildhüter Armando Janett dem Moderator in der Wildschutzzone ein Adlerhorst und Steinböcke zeigt. Dort, im Adlerhorst, seien mindestens zwei Jungvögel, meint der Wildhüter; auch den Adler sieht Nik Hartmann. Weitere Stationen auf dem Weg nach Surava und dem Crap Furo sind Bergün, Filisur und Alvaneu. Doch erst kommt weiter hinten im Tal der Piz Ela, von dem der Naturpark seinen Namen hat. „Ela“ bedeutet auf rätoromanisch „Flügel“ und der Berg hat ein Loch im Gestein, durch das die Sonne im August auf Bergün scheint, ähnlich dem Martinsloch der Tschingelhörner.

Auf der nördliche Seiten des Piz Ela kommt Nik Hartmann im Albulatal an, in Bergün. Nach einer Pause zieht er weiter über Latsch, vorbei am Landwasser Viadukt. Ein Bauernhof in Filisur, der ca. 30 Sorten Kartoffeln zieht, ist seine nächste Station. Dort bekommt er Maluns, bevor er nach Alvaneu weiterzieht und einen der letzten Schmiede im Albulatal trifft, der mit Handwerk die alten Grabkreuze aus Eisen restauriert und auch neue Grabkreuze entwirft.

Zum Schluss erreicht Nik Hartmann den „löchrigen Fels“, den Crap Furo, den er mit zwei Bergführern schlussendlich erfolgreich besteigt.

Hier das empfehlenswerte, 45-minütige Video vom 20.06.14:

 


Meine Fotos aus dem Gebiet des Parc Ela

Ich selber bin nicht so oft in der Gegend des Naturparks, aber in meinem Archiv finden sich doch einige Fotos. Das Headerbild stammt von einem Ausflug an den Palpuognasee. Im 2015 schrieb ich den Artikel „Idyllischer Lai da Palpuogna am Albulapass“ mit 31 lizenzfreien Fotos (Public Domain), allesamt aus dem Gebiet des Parc Ela. Trotzdem habe ich mir noch die Zeit genommen, auf meiner Festplatte noch nach weiteren Bildern zum Parc Ela zu stöbern.

Die folgenden, unspektakulären Fotos sind ebenfalls lizenzfrei (Public Domain), wurden meistens mit meinem Smartphone geschossen und sind 100% unbearbeitet. Ich habe versucht, die Fotos zu beschreiben, aber es ist nicht so einfach, einzelne Bilder sind bereits zwei Jahre her… auch hab ich betreffend einem Foto auf Twitter nachgefragt, ob jemand genau Bescheid weiss, wegen den Ortschaften… ich bin also für jeden Kommentar dankbar, falls die Beschreibungen nicht 100% korrekt sind.

Hinweis:
In der #GRischashot-Fotodatenbank findet man viele (lizenzfreie) Fotos aus dem Gebiet des Parc Ela, mögliche Suchanfragen sind z.B:

und mehr…

Vermutlich oberhalb Filisur, hmm (Juli 2015)

Vermutlich oberhalb Filisur, hmm (Juli 2015)

Vermutlich oberhalb Filisur, hmm (Juli 2015)

Vermutlich oberhalb Filisur, hmm (Juli 2015)

Am Albulapass, oberhalb dem Palpuognasee, Blick nach Norden/Westen (Juli 2015)

Am Albulapass, oberhalb dem Palpuognasee, Blick nach Norden/Westen (Juli 2015)

Am Albulapass, oberhalb dem Palpuognasee, Blick nach Norden/Westen (Juli 2015)

Am Albulapass, oberhalb dem Palpuognasee, Blick nach Norden/Westen (Juli 2015)

Beim Palpuognasee (Lai da Palpuogna), Blick nach Norden (Juli 2015)

Beim Palpuognasee (Lai da Palpuogna), Blick nach Norden (Juli 2015)

Beim Palpuognasee (Lai da Palpuogna), Blick nach Westen (Juli 2015)

Beim Palpuognasee (Lai da Palpuogna), Blick nach Westen (Juli 2015)

In der Nähe von Bergün, Albulatal, Blick Richtung Norden/Westen (Juli 2015)

In der Nähe von Bergün, Albulatal, Blick Richtung Norden/Westen (Juli 2015)

Viadukt der RhB in der Nähe von Bergün, Albulatal (Juli 2015)

Viadukt der RhB in der Nähe von Bergün, Albulatal (Juli 2015)

Die RhB in der Nähe von Bergün, Albulatal (Juli 2015)

Die RhB in der Nähe von Bergün, Albulatal (Juli 2015)

In der Nähe von Bergün, Albulatal (Juli 2015)

In der Nähe von Bergün, Albulatal (Juli 2015)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Osten (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Osten (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Osten (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Osten (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Osten (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Osten (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Wiesen und Schmitten, Blick in den Süden (Mai 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo zwischen Lantsch und Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden/Osten (Juni 2016)

Standort irgendwo bei Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden, über Albula/Alvra (Juni 2016)

Standort irgendwo bei Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden, über Albula/Alvra (Juni 2016)

Im Hintergrund rechts auf dem Plateau eine Fraktion von Obervaz/Zorten (Stierva?), vorne rechts evtl Muldain und links Alvaschein (Juni 2016)

Im Hintergrund rechts auf dem Plateau eine Fraktion von Obervaz/Zorten (Stierva?), vorne rechts evtl Muldain und links Alvaschein (Juni 2016)

Standort irgendwo bei Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden, über Albula/Alvra (Juni 2016)

Standort irgendwo bei Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden, über Albula/Alvra (Juni 2016)

Standort irgendwo bei Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden, über Albula/Alvra (Juni 2016)

Standort irgendwo bei Brienz/Brinzauls, Blick in den Süden, über Albula/Alvra (Juni 2016)

Wald im Albulatal (Juli 2015)

Wald im Albulatal (Juli 2015)

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