Die Deutsche Bahn (DB) bietet ab April günstigen Fernbus ab/nach Chur

Die Reisenden freut es, egal ob es die einheimische Bevölkerung oder Touristen sind. Ab April bietet neben Flixbus nun auch die Deutsche Bahn von Chur aus IC-Fernbusse ab/nach München bzw. Mailand an. Die Preise sind dabei bis zu 75% günstiger, man spricht von Tickets „ab 19 Euro“.
Möglich wird dies, weil der Fernbus der Strecke München-Mailand einen Halt in Chur einlegt:

Man fahre die Strecke München Mailand bereits seit April 2016. «Da hat es sich angeboten, auch in Chur mit seinem wunderbaren Umland einen Halt einzulegen», so Knut Rothmann, Projektmanager der DB Fernverkehr… (Quelle)

Für den Kanton Graubünden wird sich dies positiv auswirken. Auch Erich Büsser, Vorsteher Amt für Energie und Verkehr Graubünden (Twitterprofil), teilte mit, dass die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn enger sein wird als mit Flixbus, welcher ebenfalls in Chur die Strecken nach München und Mailand mit Fernbus anbiete:

Der IC-Bus werde ins Bündner Tarifsystem integriert, so Büsser weiter: «Vom Startort München beispielsweise bis zum Zielort St. Moritz, das ist eine Reise, ein Ticket.» Man könne so vom IC-Bus in Chur ohne zusätzliches Ticket umsteigen in die Rhätische Bahn… (Quelle)

Die SBB selber spricht nicht von Konkurrenz, SBB-Konzernchef Andreas Meyer meint „Die bieten ein Angebot an. Das ist jetzt eine Verbindung, die wir in unserem bestehenden Eisenbahnnetz nicht fahren können.“. Trotzdem sind Menschen, die oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Reisen sind, froh, dass es „Bewegung“ im ÖV-Hochpreisland Schweiz gibt. Die Deutsche Bahn kann solch günstige Fahrpreise eher anbieten: deutsche Angestellte haben z.B. tiefere Löhne als Schweizer Kollegen.

Der Kommentar von „Josef“ bei einem entsprechenden Artikel auf 20min.ch bringt es so auf den Punkt:

„Hauptsache billig: Wir Schweizer finanzieren die Infrastruktur und die ausländischen Unternehmen profitieren davon. Die günstigen Preise sind ja nicht gottgegeben, sondern einfach das Resultat von schlechten Löhnen, Arbeitsbedingungen und ungleichem Wettbewerb. Könnte die SBB nur noch lukrative Orte anfahren, wäre sie sicher auch konkurrenzfähiger. Könnte sie deutsche Löhne bezahlen, wäre es auch besser. Leider wird dies nicht beachtet, günstiges Billett, juhui. Wenn man dann aber selber von Arbeitslosigkeit betroffen ist, kommt das grosse Jammern.“ (Quelle)

Header-Foto: 422737 auf Pixabay

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