Biber in Graubünden. Foto: Pro Natura Graubünden, Copyright Christof Angst

Biber bei Maienfeld seit 2014: was geschah seitdem?

Im Jahr 2008 teilte das Amt für Jagd und Fischerei mit, dass in Graubünden (Zernez) erstmals seit mindestens 200 Jahren wieder ein Biber aus einer natürlichen Population zugewandert ist. Jener Biber stammte vermutlich aus einer Biberpopulation des Nachbarlandes Tirol: dort lebten im 2008 50 bis 60 Biber und erstmals wurde eine erfolgreiche Fortpflanzung nachgewiesen.

150 Jahre nach seiner Ausrottung sind zwischen 1956 und 1977 in der Schweiz wieder Biber angesiedelt worden. Damals erfolgte bei Kreuzlingen eine Biber-Aussetzung. Bis die Biber allerdings von Norden her kommend Graubünden erreichten, dauerte es ein paar Jahrzente: erst im 2012 bemerkte man Biber bei Untervaz und Rhäzüns, danach dann aber schnell auch in Trimmis, Mastrils, Maienfeld oder Felsberg (Stand 2014).

Der erste Biber, der im Kanton Graubünden jedoch fest Fuss gefasst hat war am Inn: seit 2008 lebt bei Scuol ein Biber, der aus der Tiroler Biberpopulation stammt. Bis heute ist jedoch noch kein Nachweis einer Familiengründung gelungen. Christof Angst, Biberfachstelle, 2014

Biber bei Maienfeld im 2014

Sechs Jahre später entdeckte Pro Natura Graubünden bei Maienfeld im Schutzgebiet Siechastuden zwei Biber. Damals lebten somit in Graubünden gemäss dem Amt für Jagd und Fischerei vier bis sechs Biber.

Quelle: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, 2008 (PDF)

Quelle: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, „Biber ins Unterengadin eingewandert„, (2008 PDF)

Auf der Website „www.biberfachstelle.ch“ (Schweizerisches Zentrum für die Kartografie der Fauna (SZKF / CSCF)) findet man weitere Informationen zum Biber. Eine weitere „Biberseite“ findet man auf Pro Natura: „Hallo Biber!

Pro Natura Exkursion: Neues von der ersten Bündner Biberfamilie

Möchtest Du aus erster Hand erfahren, was sich in Maienfeld „in den letzten Jahren bei der ersten Bündner Biberfamilie getan hat“? Dann gäbe es in 7 Tagen die Möglichkeit dazu, die Kosten sind auch nicht zu hoch, finde zumindest ich. Pro Natura Graubünden bietet am nächsten Mittwoch, dem 26.04.2017 eine „Exkursion“ ins Schutzgebiet Siechastuden bei Maienfeld. In einer kleinen Übersicht folgend eine Beschreibung zur Veranstaltung:

Veranstalter: Pro Natura Graubünden
Treffpunkt: Bahnhof Landquart, Postautohaltestelle
Datum: Mittwoch, 26. April 2017
Zeit: 18:30 – ca. 20:30
Was: ein Besuch im Schutzgebiet Siechastuden bei Maienfeld
Wie: Feldstecher, gute Schuhe und evtl. eine Taschenlampe mitnehmen
Anmeldung: E-Mail pronatura-gr@pronatura.ch oder 081 252 40 39
Direkte Infos: Julia Hatzl, Praktikantin, praktikum-gr@pronatura.ch
Kosten: CHF 20.- für Erwachsene, CHF 10.- für Kinder, 45.- für Familien, Mitglieder erhalten CHF 5.- Rabatt.
Eigenbeschreibung: „… Der Biologe und Schutzgebietsbeauftragte Michael Fasel wird gemeinsam mit Ihnen auf Spurensuche gehen und Ihnen viel Interessantes über den Biber und seine Lebensweise erzählen …“
Veranstaltung Homepage: Pro Natura Graubünden

Foto in Header:
„Neues von der ersten Bündner Biberfamilie“: Pro Natura Graubünden, Copyright Christof Angst

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