Quo vadis graubuendner.ch? Oder: was in einem Webseitenbesitzerhirn in einer ausserordentlichen Situation vorgeht

Das News-Magazin unter www.graubuendner.ch wird eingestellt. Gründe gibt es nicht wenige. Mein Engagement war gross und es kam sehr viel Schönes und Gutes zurück. Aber nicht nur Gutes.

 

 

Die Hauptgründe sind der grosse Zeitaufwand, den es als Einzelperson braucht, um so ein Projekt vorwärts zu bringen. Mache das ja alles „ehrenamtlich“, die paar Franken die ich aus den Werbeeinahmen rausziehe, decken die Auslagen nicht.

Das Portal ist an einem Punkt der Popularität angekommen, da braucht es Geld oder mehr Zeit/Personal, dem Zweck dieses regionalen Projektes gerecht zu werden.

Das Portal, auch das News-Magazin, unter www.graubuendner.ch besteht ja durchaus einem Bedürfnis, das merke ich an steigenden Besucherzahlen, Feedbacks, getriggerten Trollen aber eben leider auch an Neidern, oder sich zurückziehenden, ja sogar mich blockierenden langjährigen Followings etc. (Gruss an die @KapoGR why?)

Vergleichbare Medien-Websites haben mehrere Leute die daran arbeiten sowie auch Budget zur Verfügung. Ohne das wird dieses (News-)Projekt aber stillstehen und nicht mehr weiterkommen.

Zudem häufen sich negative Aspekte, je bekannter die Seite wird und je grösser die Sichtbarkeit. Da ich eben auch nicht einfach „wie andere“ Medien bin, gerate ich auch schneller in die Schusslinie, vielleicht bin ich auch manchmal selberschuld. Ich möchte aber hier nicht in die Details gehen #mimimi, jedoch haben diese negativen Sachen heute zu meiner Entscheidung geführt, anzuhalten.

Das betrifft ebenso die Accounts auf Twitter, Facebook und Instagram. Wobei ich auf Facebook und Instagram eh nicht wirklich aktiv bin. Anhalten möchte ich sofort eben nicht bei der privaten, sondern bei der öffentlich-kommerziellen Aktivität (News, Corona, Polizeimeldungen, etc.), die ist (mir) sekundär.

Ich persönlich werde natürlich weiter im Netz sein. Es fällt mir nicht leicht, es ist wie eine Zwickmühle, a Fickimühli. Es ist die Korrelation zwischen „privater Community für Freunde Graubündens“ und dem Anspruch gleichzeitiger sachlicher, regionaler Berichterstattung in einem Newsmagazin unter gleicher Domain. Auf der Website mag das noch relativ gut gehen, aber auf Social Media habe ich Mühe, nach mehr als 10 Jahren auf Twitter, die gute Mischung zu finden.

2015 habe ich dieses Projekt als „private Homepage“ (den Twitter-Account gibt es bereits 6 Jahre länger) gestartet, heute ist dieses ursprünglich „Private“ aber vermutlich dem kommerziellen-sachlichen Gang der Zeit der natürlichen Entwicklung dieses Projekts im Weg. Habe mir auch überlegt, ob ich vielleicht nur noch den „Kern“, lizenzfreie Fotos aus Graubünden, stehen lassen soll und alles andere weg. Schlussendlich mag ich aber keine halben Sachen.

1. Schritt: Newsmagazin wird sofort eingestellt

Die Bündner Medienwelt ist imho furztrocken. Mein Anspruch wäre es ja, eine höhere Qualität bzw. Tiefe/Frische zu bieten, aber als Einzelperson ohne Budget ist das eine Illusion, unnötige Energieverschwendung. Was gibt es als Alternativen? SO? „GRheute“?
Die Kategorie News / Aktuell (734) ist ab sofort stillgelegt.

Ob ich dann die Website umbaue und reduziere, oder ob ich die ganze Website stillege, oder was, da möchte ich noch ein paar Nächte drüberschlafen; auch ob ich diesen Artikel so publiziere ;o) es wäre auch jetzt der passende Zeitpunkt, jemanden zu suchen, der Interesse an einer Übernahme hat, einen Teilhaber zu finden, einen Investor oder Käufer. Eine Höhle der Löwen.

Eine Übernahme macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn der Hauptfokus weiter auf Graubünden bleibt. Ich habe dieses Projekt ja nicht aus kommerzieller Absicht auf die Beine gestellt, sondern da steckt privates „Herzblut“ dahinter, eben deshalb scheint auch ein wenig der persönliche Charakter durch. Bin ja 100% frei und unabhängig.

Wer Interesse an einer „feindlichen“ Übernahme hat, ist durchaus eingeladen, mich zu kontaktieren. Ein solches Bündner „Medienunternehmen“ wollte das bereits, aber nicht mehr, als sie die Verhandlungsbasis erfuhren.

Bin ja nicht blöd ;o) im Gegenteil, es ist unter anderem mein Job, realistische Preise für Homepages berechnen zu können und ich weiss ziemlich gut, was dieses Projekt für einen „Wert“ hat. Erst recht für einen Mitstreiter.

Die Website zu verkaufen ist aber nicht mein Ziel. Lieber würde ich das Projekt mit Unterstützung weiterführen oder aber verschenken. Inhaltliche Unterstützung für das Newsmagazin habe ich bereits mehr als einmal gesucht, aber gratis mag ja niemand Zeit aufwenden, ist verständlich ;o)

Dieser Artikel soll auch nicht ein „offizieller“ Aufruf für einen Websiteverkauf sein! Dieser Artikel soll über die Zukunft dieser Website informieren und aufzeigen, was in einem Webseitenbesitzerhirn in einer ausserordentlichen Situation vorgeht ;o) auf Twitter/Facebook werden es bald 10’000 Abonennten sein, die Website wird monatlich von vielen zehntausenden Besuchern aus der ganzen Welt besucht.

Die Website ist dermassen sichtbar, dass ich nicht selten Telefonanrufe aus dem Ausland und Inland erhalte, weil die Menschen mich (über Google) mit „Graubünden Ferien“ oder der „Kantonspolizei Graubünden“ verwechseln. Sie wollen morgens um 07:00 Uhr wissen, wie der Strassenzustand über den Flüela ist, oder ob ich gute Tourismus-Ideen hätte, ob ich ein Hotel empfehlen könnte ;o) auch erhalte ich erfreulich viele Anfragen zu den Themen Bündner Dialekt oder „Vermisste Tiere“, etc. Das Alles ist wunderschön, aber braucht Energie und Zeit, oder Budget/Personal.

Deine Meinung zählt, ehrlich!

Wirklich. Ich erfahre Unterstützung/Zustimmung (aber auch Ablehnung/Kritik) aus „allen“ Lagern. Anders ausgedrückt: ich merke, wann den Leserinnen und Lesern das „Private“ von mir auf den Sack oder den Eierstock geht, oder eben Zustimmung findet. Und die guten und schönen, bewegenden ja sogar überwältigenden Reaktionen überwiegen bei Weiten, aber da die „negativen“ Feedbacks/Reaktionen natürlicherweise und proportional auch zunehmen, erreichen diese irgendwann einen Peak, für eine Person, egal wieviel „Gutes“ sie sonst erfährt.

Deshalb, oder falls Du das „Graubünden Online Portal“ schon länger verfolgst, oder mich schon kennengelernt hast. Oder nur schon, wenn Du bis HIERHER gelesen hast. Ich nehme gerne Ratschläge an, oder Kritik, möchte Meinungen hören, z.B. hier drunter, „DRUKO“, keine falschen Hemmungen! ;o) noch mag ich mich nicht alleine entscheiden. Aber eine Entscheidung wird, zeitnah, fallen. Die evtl. folgenden Kommentare werden darauf Einfluss haben.

 
Foto: Symbolbild, via @geralt auf Pixabay

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Kategorie(n): Allgemein
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Publiziert am 13. April 2020



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