Nerv‘ ich Dich? – Der Sinn von Social Media

Auch heute wurde „ich“ auf Twitter wieder mal von einem Graubündner Account blockiert und nehme dies mal zum Anlass, die „Philosophie“ hinter graubuendner.ch näher zu erklären (ohne jemanden „anzuklagen“); vor allem für diejenigen, die den Begriff „Social Media“ nur vom hören her kennen, sich (als Unternehmen) aber darin bewegen und sich nicht der geschäftskritischen Gefahren bewusst sind, denen Unternehmen auf SocialMedia-Kanälen öhm ausgesetzt sind ;o)

Die Datenkrake

Also dieses Wort hört man oft im Zusammenhang mit Google, denn Google sammelt Daten und ordnet diese (z.B. bei Google News) nach bestimmten Themen. Nun, die Nutzer, also die Themen-Interessierten, begrüssen dies natürlich, denn so kann ich z.B. schnell alle Nachrichten zum Thema Graubünden finden. Google sortiert mir das Internet aus. Die Content-Lieferanten, also in diesem Beispiel z.B. eine Zeitungsredaktion, mögen das vielleicht aber nicht, denn ich sehe ja ZUERST die Nachricht bei Google. ABER ich wechsle dann ja auf die Website der Zeitungsredaktion, wenn es mich interessiert. Also unterstützt Google ja diese Zeitungs-Website, indem Google diese bekannt macht und neue Interessierte (oder sogar Kunden) auf diese Website aufmerksam macht und lenkt (verlinkt).

So, nun übertragen wir mal diese Geschichte z.B. auf meinen Twitter-Account @graubuendner. Mit diesem Twitter-Account verbreite ich seit Jahren aktuell(st)e Nachrichten und Inhalte zum Thema Graubünden. Es gibt viele Menschen ausserhalb (oder auch innerhalb) Graubündens, die eine solche „Zusammenstellung“ von den wichtigsten Neuigkeiten aus GR begrüssen und praktisch finden. Denn so müssen sie nicht (so wie ich das auf Twitter mache) jedem Bündner und jeder Bündnerin und jedem Bündner Unternehmen folgen, denn sie wollen nur eine Zusammenstellung der „besten“ Inhalte zum Thema GR. Ich selber betreibe meinen Twitter-Account 100% manuell, also ohne Tools etc. und „abonniere“ einfach alle GR-relevanten Accounts. Diese bilden meine Timeline. Dabei ist es für mich nicht entscheidend, ob mir die „Sache“ oder „Person“ passt, oder nicht, weil mich interessiert ja das Thema Graubünden. Wenn also ein Bündner Twitterer, der erst zwei Follower hat, twittert: „wow isch das do in Tüüfacastel a herrlichs Wetter :o)“ – dann ist das für mich bereits genug „relevant“ für Graubünden. Mir egal, ob diesem Menschen noch niemand folgt, oder was, dies ist nicht entscheidend. Genauso umgekehrt: mir ist das egal, ob es ein Unternehmen ist, auch das unterstütze und verbreite ich, wenn es „positive“ Inhalte sind; wenn also (nur als Beispiel) eine Graubündner Kantonalbank eine Stelle ausschreibt, oder einen Wettbewerb für Kinder startet, oder irgendeine Charity betreibt; wieso sollte ich das nicht verbreiten? Weil das ein Unternehmen ist? Oder eine Bank? nee, also wer in so engen Schienen denkt, handelt ideologisch, evtl. von irgendwelchen Feindbildern beeinflusst. Wenn z.B. ein Bündner Restaurant stolz auf Twitter seine Tageskarte oder Photos von einem Mittagessen twittert, dann ist das Graubünden-relevant. Genauso, wie wenn eine Privatperson ein schönes Photo von der letzten Wanderung postet.

Ein Graubündner Unternehmen, das z.B. „nur“ 40 Follower hat, sollte meiner Meinung nach froh sein, wenn ich (sofort) merke, wenn es etwas Neues, aus Sicht des Unternehmens Interessantes auf Twitter postet und ich dann das (sein Tweet) über 2000 GR-Interessierten mitteile (retweete, oder fave). Auch einem Unternehmen das bereits viele Follower hat….




Urheberrechte, Moral, Content-Klau

Ich bin Internet-Profi, ein „alter Hase“, und weiss, wovon ich spreche. Selber produziere und publiziere ich seit etwa 15 Jahren im Internet Inhalte, Websites, Photos, Codes, und anderes wie z.B SocialMedia-Inhalte. Mir (meinem „Unternehmen“) wurde auch schon geklaut. Wiederholt. Auf meinen (diversen) Webseiten und SocialMedia-Kanälen publiziere ich meistens bewusst lizenzfrei (siehe z.B. flickr, unsplash, pixabay, graubuendner, u.a.), also wirklich lizenzfrei, nämlich nach CreativeCommons „CC0“ Public Domain; das bedeutet, dass ich es auch Unternehmen erlaube, meine Inhalte zu nutzen, zu verwerten und sogar (ohne Einschränkungen) auch kommerziell zu gebrauchen; ich gebe alle Rechte an meinem Werk an das „Gemeinwohl“ ab, schenke es der Welt. Aber dies ist bei mir eher philosophisch begründet, denn meine wirklichen (IT-)Dienstleitungen sind ja auch nicht gratis. Wenn jetzt halt nun mal mein Beruf Webmaster, Webentwickler, Online-Marketing und SMO ist, verdiene ich ja mit Webseiten-Programmieren mein Mittagessen. Aber die Online-Aktivitäten als graubuendner.ch, entstanden aus meinem privaten Interesse, schliesslich liebe ich meine Heimat (und meinen Beruf).

So.
Wer nun z.B. also auf Twitter nicht will, dass ich seine Tweets weiter verbreite (retweeten/fave), oder auf Facebook oder Instagram oder Pinterest, dann ist es am einfachsten, folgendermassen vorzugehen:
Variante 1: schreib mir kurz eine Info via DM, E-Mail (info@graubuendner.ch)
Variante 2: nutze die Blockier-Funktionen Deines Social-Accounts

Ich möchte in keinstem Falle Deine Inhalte „klauen“, sondern weiter verbreiten, unterstützen und fördern, zu 99% sogar zustimmend, oft mit (ideologieneutraler, vorurteilsloser) Freude am Schönen und Positiven :o)

Noch ein Beispiel? ;o)

Während ich auf Twitter bereits über 2000 Follower habe, startete ich erst kürzlich auf Facebook „meine“ GR-Seite (mit 0 „Gefällt mir“)… diese FB-Seite soll doch einfach die FB-Seite von „graubuendner.ch“ sein, so wie auch der Twitter-Account etc, und die anderen grossen und beliebten Graubündenseiten auf Facebook sehe ich doch nicht als Konkurrenz, sondern habe ja selber als Bündner Freude an denen und bin auch in den Gruppen oder unter den „Gefällt mir“-Leuten dabei und mache mit eigenen Bildern via Privat-Account (Roman Schurte) mit. Also auch auf Facebook werde „ich“ von Graubündenseiten-Administratoren geblockt, die bemerken mich und denken wohl irgendwie: aha, da kommt ein „Kleiner“, der darf nicht gross werden, alle Fans gehören mir, ich könnte ja ein „Gefällt mir“ verlieren, oder der könnte mir ja die „show“ stehlen -> #fail
Du (eifersüchtiger Neider und SocialMedia-Nichtversteher) kannst Dir sicher sein, mir ist das „egal“, ob ich viel Follower habe, ich betreibe meine „Graubünden“-Aktivität aus Liebe zur Sache, ob mir jetzt die Menschen folgen oder nicht… Wenn ich als logische Folge (weil ich es evtl gut gemacht habe bzw mache) ein paar Franken aus dieser Sache verdienen würde, wäre das auch kein Verbrechen, schliesslich bin ich Web-Publisher und auch Du arbeitest irgendwas, oder? ;o) bis jetzt habe ich allerdings keinen einzigen Rappen mit graubuendner.ch verdient (oder verdienen wollen), im Gegenteil, ich habe Auslagen, die Google-Adsense-Werbung habe ich immer noch nicht eingebaut, obwohl ich das in 5 Minuten erledigt hätte ;o) und ich bin Dir auch nicht böse, oder nachtragend, das Internet ist kompliziert :o)

Allen anderen danke ich an dieser Stelle, dass sie das Internet schöner machen, mit Bündner Photos, Bündner News und auch privaten Inhalten das Web bereichern, und sich freuen, wenn auch andere das machen und diese „Botschaft“ (Graubünden) weiter verbreiten!! ❤ ? ? ? ?




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Kategorie(n): Allgemein
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Publiziert am 25. Juli 2015



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