16. Juni 2017 – guata Tag!

Guata Morga! Da habe sich am Mittwoch in Chur ein Mann bei der Kantonspolizei zur Selbstanzeige gemeldet. Er habe im Namen des „selbsternannten «Nazis»“ (BLICK) genannten Christian Kast Drohungen gegenüber Behörden und Beamten gemacht. Dies auch im Internet u.a. in SocialMedia. Dieser Christian Kast hätte in der «Arena/Reporter» als Gast auftreten sollen, was bei vielen Menschen Empörung auslöste. Bei einem „selbsternannten «Nazi»“ wäre das wirklich nicht nötig, auch sonst macht man sowas nicht, grundsätzlich, aber in diesem Falle, kann es sich aus meiner subjektiven Sicht nur um eine Motivation handeln; ein „Nazi“-Gegner wollte Christian Kast (noch) schlechter hinstellen, als es dieser selbst schon getan hat. Mein Wunsch an die Menschen ist ganz simpel: hört auf in „Schubladen“ zu denken. Etikettierungen wie „Links“, „Rechts“, „Grün“ etc funktionieren heute nicht mehr, sie sind veraltet, und der Sache feindlich.

 
Ich weiss, wovon ich rede; selber kann ich auch nicht in eine Schublade gesteckt werden, mir geht es hauptsächlich um Menschlichkeit und Unmenschlichkeit, und scheue weder Diskussionen mit „Nazis“ noch mit „Antifas“. Und man kann mit ihnen reden. Mit vielen von ihnen, nicht mit allen, aber den meisten. Es hängt davon ab, wie man ein Gespräch führt. Wenn man es gleich macht wie diese, also mit Hass, Umdrehung von Wörtern (die „Linken“ werden Faschos genannt, die Merkel-Regierung nennt man ein „Nazi“-Regime etc) geht das natürlich nicht, sondern ich begegne allen Menschen mit Respekt, Empathie, Humor, dann kann man sinnvolle Gespräche führen, auch mit einem sehr „spitzen Bleistift“.

Man braucht nicht Schlechtes noch schlechter hinstellen, es enttarnt sich von selbst, mündige Menschen, können frei und kritisch denken. Ein kleines Beispiel, am Samstag findet in Köln glaube ich eine „Demo“ statt (Hashtag #NichtMitUns), da demonstrieren muslimische Menschen gemeinsam mit jedem der hinter der Sache steht, gegen Terror(isten), Spaltung der Gesellschaft und Hass. Nun, die Rechten schreiten ständig, wo der Aufschrei der „Moslems“ bleibe; jetzt wird am Samstag ein Zeichen gesetzt und es ist auch wieder nicht recht. „Nazis“ fluchen und jammern auf Twitter etc über diese Demonstration und z.B. die „DITIB“ oder „DITLIB“ oder wie das heisst, eine (islamische) Organisation, die eben nicht an dieser Demonstration teilnimmt. Der Hass ist (scheinbar) gross, aber man kann sich in solche „Gespräche“ einklinken, man kann wirklich mit den meisten „normal“ über das Thema sprechen. Ich selber hab da schon viele positive Erlebnisse gemacht. Es ist auch so, dass ich dieselbe Sprache spreche, wie es in der „Szene“ Usus ist, aber meine Botschaft ist, man soll sich auf Positives konzentrieren und nicht auf Negatives. Auf Gemeinsamkeiten, nicht auf Unterschiede. So habe ich es für mich geschafft, sogar bei „Schlechten“ Diskussionen etwas Gutes zu bewirken; die Hasserfüllten zum selbstkritischen Nachdenken anzuregen.

Diese privaten Diskussionen führe ich wenn dann mit „mseo“, einem alten Projekt von mir, dessen Website ich aber letzte Woche eingestellt habe; dies aber aus Gründen, die nichts mit diesem Thema zu tun hat, sondern aus dem Grund, dass ich immer wieder Projekte, die „nichts bringen“ ausser Aufwand, aussortiere, früher, vor viielen Jahren, hatte ich noch 20 eigene Websites, heute noch ein paar wenige, starke Projekte. Wer sich also für meine Denke interessiert, der ist herzlich eingeladen, mir auf Twitter zu folgen, oder sich da mal in die „Diskussionen“ einzuklinken, zu lesen, was meine „Botschaft“ ist: „Positives Denken“ ist schon richtig, aber man darf nicht das reale „Schlechte“ ignorieren, man soll sich persönlich damit befassen, sonst wird es zum persönlichen „Gschwür“. Es ist dasselbe wie eine „falsche Toleranz“; die Intoleranz darf nicht toleriert werden. Man muss ihr mit Respekt begegnen, aber man sollte keine Berührungsängste gegen den „wütenden Mob“ haben, nur die wenigsten davon beissen ;o) man soll gemeinsam oder alleine für Menschlichkeit hin- und einstehen. Dies fördert meine Glücklichkeit und meinen inneren Frieden. Jeder Mensch will Frieden, wenn auch nur in seinem innersten, hintersten Seelenecklein. Es wird Gründe geben, wieso dies manchmal so ist, es ist für mich eine Entdeckungsreise in meine Denke. Ich kann mit „krassesten“ Islamhassern oder (manchmal scheinbaren) Nazis oder Linksextremen, Marxisten-Leninisten oder was weiss ich: Reden. Es geht ;o)

(21.06.2017, Hinweis: den Account hab ich heute deaktiviert, da ich das dazugehörige Website-Projekt eingestellt habe. Den einen Tweet lass ich trotzdem hier so noch stehen :o) ich deaktiviere gleich noch ein paar… das erwähnte mseo.ch betrieb ich seit 2009-02-08, es gehört mittlerweile leider zu denen Projekten, von denen man sich immer wieder mal trennen muss, obwohl eigentlich viel Arbeit und nicht selten Herzblut dahintersteckt ;o) mann muss Prioritäten setzen. mseo.ch war ebenso eine rein private Website für Webmaster.

 

Also, lasst Euch von mir nicht schockieren ;o)
Ich bin ein grundliebes Wesen, so wie wir im Grunde alle es sind.

Händ a hübsches Tägli und lönd Eu nit ärgera,

Liabschti Grüass, Roman ??

 


 

Aus dem Netz – Schlagzeilen
Nachrichten zu Graubünden seit gestern >> 15.06.2017

 

  1. Staatsanwalt eingesetzt: Ein St.Galler leitet Verfahren zum Verkauf der Therme Vals
    „Im Kanton Graubünden führt ein ausserordentlicher Staatsanwalt das Verfahren über den Verkauf der Therme Vals an den Churer Immobilienunternehmer Remo Stoffel. Die Bündner Regierung hat Beat Fehr, Gruppenleiter beim Untersuchungsamt St. Gallen, damit betraut“: weiter auf srf.ch
  2. Er verschickte Drohungen im Namen des Kesb-«Nazis»: Falscher Kast gefasst!
    „Gegenüber BLICK bestätigt die Kantonspolizei Graubünden: «Wir bestätigen den Fall insofern, dass sich am Mittwoch ein Mann bei uns in Chur zur Selbstanzeige meldete. Er habe im Namen von Christian Kast Drohungen, auch via social media, gegenüber Behörden und Beamten gemacht. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Graubünden haben wir Ermittlungen eingeleitet.»“: weiter auf blick.ch
  3. Von Räubern und Touristen
    Ein spannender Beitrag von Christoph Sauter (Text) und Marco Hartmann (Fotos): „Mit der Inbetriebnahme der neuen Justizvollzugsanstalt Realta in Cazis wird bereits in zwei Jahren nicht nur der Haftbetrieb aufgegeben, sondern «gemäss kantonaler Immobilienstrategie» auch die Staatsanwaltschaft verlegt, wie Kantonsbaumeister Markus Dünner mitteilt. Damit wird der Sennhof sozusagen nutz(ungs)los. Er soll – auf Wunsch der Regierung – an den Meistbietenden verkauft werden. Dies wirft Fragen auf. Denn nicht allein für ein bemerkenswertes Stück Churer Siedlungs- und Stadtgeschichte steht der Sennhof, sondern für Bündner Gemeinsinn schlechthin“: weiter auf raetiapublica.ch

 
Foto in Header:
Crestasee, Trin, 09. Juni 2017

 



 

Graubünden-Tweets des Tages

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Kategorie(n): Allgemein
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Publiziert am 16. Juni 2017



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