08.08.2017 – Guata Morga mitanand

Guata Morga liabi Lüt! Wieder einmal möchte ich kurz meine Meinung sagen, auch wenn ich nicht wirklich Ahnung von der Sache habe; es ist eine Herzenssache. Ich selber habe als gebürtiger Churer nicht wirklich viel mit Rätoromanisch zu tun. Aufgewachsen im letzten Jahrtausend in Chur, war ist Romanisch einfach ein Teil von mir.
Es gehört einfach dazu.

 
Auch wenn ich selber deutschsprachig aufwuchs; meine Grossmutter war Engadinerin und auch in Domat/Ems, zwei Dörfer neben Chur, war Romanisch bereits voll präsent. Romanisch war auch im deutschsprachigen Graubünden allgegenwärtig, Strassennamen, Bezeichnungen von Bergen, Flüssen und Tälern, ja Lebensmittel oder auch einfach, wenn man Leute aus „dem Oberland“ oder Engadinern traf oder mit Ihnen zusammen im Stadtbus sitzte.

Später war auch meine Ex-Frau, mit der ich es ganze 13 Jahre aushielt, eine „Oberländerin“ aus einer romanisch sprechenden Familie. Ihre Eltern sind aus Vella und Morissen; so ist auch mein Sohn ein „halber“ Rumantsch. Das ist meine persönliche Beziehung zum Rätoromanisch.

Nun, in den letzten Jahren scheint es so, als würde es langsam eng, mein Bauchgefühl sagt mir, es ist bedroht. Das geht natürlich gar nicht. Es ist etwas, was Graubünden ausmacht! Einzigartig auf der ganzen Welt, nur noch existent in seinem Ursprungsgebiet, lese ich oft, wie es um sich kämpfen muss. Alleine schon die Geschichte(n) um die offiziellen, staatlichen Institutionen oder davon getragenen und unterstützten Organisationen und Medien sind von aussen betrachtet beschämend!
Das ist meine subjektive Meinung.

Nicht nur Graubünden, die ganze Schweiz müsste das Rätoromanisch wie ein Löwe verteidigen, denn Graubünden ist ein Teil der Schweiz. Man sollte sich für Schwache einsetzen! Vor allem auch für jene in den eigenen Reihen! Liebe Bündnerinnen und Bündner, Schweizerinnen und Schweizer, stellt Euch mal vor, das Rätoromanisch wäre bereits verschwunden: es wäre eine historische Schande! Keine Bündner Schande, eine schweizerische Schande.

Da ist ein Hickhack, um die romanischsprachigen Medien, die ebenso um ein Überleben kämpfen. Da frag ich mich schon, da wird für jeden anderen „Scheiss“ Massen von Geld ausgegeben, für Waffen, Militär, Strassen, Infrastruktur, für Auslandhilfe und wasweissich, da wird doch genug Geld sein, um eine schweiztypische Eigenart und deren Bevölkerung zu schützen, zu stärken, vor jenen zu stehen, nicht gegen jene! Es kann nicht sein, dass „das Rätoromanisch“ für seine Rechte kämpfen muss, sondern der Staat sollte mindestens zu 100% die gesetzten Rechte der „vierten Sprache“ proaktiv umsetzen und sicherstellen.

Ich wünsche allen Rumantschen eine gerechte Zukunft,
dass ihre Sprache, Kultur und Welt ohne Diskriminierung ist,
steht ein für Euch und Eure Wurzeln!

So, i sött au no aswas tua hüt ;o)

Händ alli a wunderhübsches, fridlichs Tägli,
liabi Grüass, Roman :o)

 

 


 

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Kategorie(n): Allgemein
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Publiziert am 8. August 2017



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